Das Konzept

Philosophie und Ziele.

Eine Nationalitäten- und Kulturhaus-Baugemeinschaft.

UNSERE PHILOSOPHIE

Die Baugemeinschaft „Am Leuchtturm“ möchte ihren Mitgliedern preiswertes, gemeinschaftliches und familienfreundliches Wohnen in optimaler Lage ermöglichen. Als Gesellschaft bürgerlichen Rechts strebt sie an, allen zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohnern die Möglichkeit zu geben, sich in die Gestaltung ihrer neuen Heimat einzubringen.

Der Begriff der Gemeinschaft wird hier wörtlich genommen: Nur gemeinsam kann sich eine Gruppe von Menschen zu einer Nachbarschaft entwickeln.

Der Name „Am Leuchtturm“ steht metaphorisch für die Funktion der Baugemeinschaft:
Das Licht eines Leuchtturms gilt als Orientierungs- und Navigationshilfe auf hoher See und Seeschifffahrtsstraßen. Die Baugemeinschaft soll in diesem Sinne Halt und Orientierung geben in einer Zeit, in der das städtische Leben oft anonym und unpersönlich abläuft.

UNSER ZIEL

Dieser Anonymität städtischen Lebens will die Baugemeinschaft entgegenwirken.
Angestrebt wird ein Querschnitt durch die Gesellschaft unter dem Dach der Gemeinschaft. Familien, kinderlose Paare, Menschen mit und ohne Behinderung oder chronisch Kranke, sie alle sind Teil dieser Gesellschaft und sollen Teil unserer Baugemeinschaft sein.

Wir sind ein „Nationalitätenhaus / Kulturhaus“, geprägt von verschiedenen Ursprungs-/Nationalitäten unserer Mitglieder. Ein Teil unserer Gruppe sind deutsche Staatsbürger mit unterschiedlichem Migrationshintergrund und unterschiedlichen Berufsgruppen (Ärzte, Ingenieure, Fachkräfte). Als Nationalitätenhaus soll ein harmonisches Zusammenleben und eine unterstützende Nachbarschaft unter dem Dach der Baugemeinschaft „Am Leuchtturm“ ermöglicht werden.

Unsere gewachsenen persönlichen internationalen Beziehungen zu Menschen verschiedener Nationen und Kulturen sind ein wesentlicher Bestandteil, unsere Idee eines Kulturhauses in die Realität umzusetzen.

Verschiedene Maßnahmen, wie z.B. gemeinsame Veranstaltungen, soziale Netzwerke, einfache Maßnahmen wie Schwarzes Brett im Haus, oder eine gemeinsame Facebook-Seite, Twitter, etc. sollen dazu beitragen, all diese Menschen in Kontakt miteinander zu bringen und ihnen eine Plattform zu bieten, um sich zu organisieren, sich gegenseitig zu helfen, Treffen zu vereinbaren und vieles mehr.

GEMEINSAMES & SOZIALES WOHNEN

Das Umweltzeichen „Goldstandard“ der HafenCity für nachhaltiges Bauen soll mit Hilfe verschiedener sozialer und ökologischer Aspekte erlangt werden.

Ein barrierefreier Ausbau soll auch mobil eingeschränkte Personen integrieren.

Für Kinder sollen Spielmöglichkeiten geschaffen werden, die gemeinsam mit den Kindern erarbeitet werden können.

Als wichtiger Treffpunkt für die Nachbarschaft ist eine gemeinschaftliche Dachterrasse für Grillfeste, Open-Air-, Kinoabende oder andere Veranstaltungen und Feste angedacht. Diese Dachterrasse könnte darüber hinaus benachbarten Einrichtungen, wie z. B. der angrenzenden Kita, zur Verfügung gestellt werden, um ein nachbarschaftliches Miteinander mit der näheren Umgebung zu entwickeln und zu fördern.

Ein Gemeinschaftsraum innerhalb des Gebäudes soll ebenfalls realisiert werden. Dieser soll den Bewohnerinnen und Bewohnern zur Verfügung stehen, um eigene Ideen umzusetzen: Spielabende, Kochkurse, Vorträge aus den eigenen Reihen zu verschiedenen Themen (Reisen, Natur …) und vieles andere mehr.

Im Erdgeschoss ist eine Art „Sozial-Raum“ vorgesehen, der unterschiedlich genutzt werden kann. Hierzu suchen wir einen sozialen Träger. Denkbar ist er als Treffpunkt für verschiedene Anlässe (z. B. interkultureller Treffpunkt oder chronisch Kranke (z. B. Multiple Sklerose, etc.), als Ort zum Austausch, für Informationen oder auch für Fachvorträge. Außerdem können die Ärzte, die der Baugemeinschaft angehören, diesen Raum nutzen, um an festgesetzten Beratungsterminen anderen Mitgliedern unterschiedliche Fragen zu Gesundheitsthemen (wie neue Medikamente, aktuelle Forschungsstudien und deren Ergebnisse etc.) zu beantworten.

ÖKOLOGISCHE BAUWEISE

Die Bauweise soll selbstverständlich den heutigen ökologischen Ansprüchen gerecht werden. Dementsprechend sollen nur bewusst nachhaltig und umweltschonend hergestellte Materialien gewählt werden, sodass energie- und Ressourcen sparendes Wohnen garantiert ist. Die Reduzierung von Wärme- und Wasserbedarf soll durch den Einsatz neuester technischer Anlagen erreicht werden.

MOBILITÄTSKONZEPT

Ein erklärtes Ziel ist darüber hinaus, einen Beitrag zum Thema Mobilität in der Zukunft zu leisten. Trotz guter Erschließung durch den ÖPNV wird der Wunsch nach individueller Mobilität auch in Zukunft weiterhin vorhanden sein. Ein Mobilitätskonzept mit einem Carsharing-System soll hier integriert werden.

SELFMADE-BIOPRODUKTE

Neben der angestrebten Bildung einer Gemeinschaft innerhalb der Baugrenzen ist Teil des Konzeptes, dass die Mitglieder durch die gemeinsame Verantwortung für ein (freiwillig) gemeinsam zu bewirtschaftendes gepachtetes Ackerfeld ein Zusammengehörigkeitsgefühl entwickeln. Mit fachkundiger Unterstützung des Bauern und seiner sachkundigen Anleitung wird gemeinsam festgelegt, welche Produkte saisonal angebaut werden und wie das Feld zu bestellen ist. Vom Düngemittel bis zur Ernte – an allem sind die Teilnehmer beteiligt. Sie treffen sich abwechselnd, um das Feld zu pflegen bzw. die Arbeit des Bauern zu begutachten, bis sich schließlich alle zur Ernte zusammenfinden. Höhepunkt des landwirtschaftlichen Jahres soll ein jährliches Erntefest sein, das als Leuchtturm-Tradition fester Bestandteil des Kalenders werden soll.

KOOPERATION

Für die Realisierung des Konzepts steht die Baugemeinschaft „Am Leuchtturm“ einer Kooperation mit einer Genossenschaft offen gegenüber.